»Wir im Wandel«

Wittenhofen 29. März 2015

Etwa 80 Menschen nahmen das Angebot von »wirundjetzt« Ende März 2015 an, sich in Wittehofen im Deggenhausertal an eine Tag zu treffen um sich mit Gleichgesinnten über die Wege zum Wandel auszutauschen.

Im von der Gemeinde kostenlos zur Verfüfung gestellten Feuerwehr haus bereiteten die Aktiven von »wirundjetzt« alles vor, Ausschliderung, Infotische, Brote und Salte fr das Mitbringbuffet, Musikanlage, büchertische und Namenschilder.

Nach einer Vorstellungsrunde wurden die Ideen der Anwesenden gesammelt und in 5 Runden zu tischgespräche organisiert. Es kamen tatsächlich 12 Tischgespräche zustande.

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Nahrungsmittel, die noch essbar sind, sollen vor der Mülltonne gerettet werden. Foodsharing möchte dafür sorgen, dass keine Lebensmittel mehr weggeschmissen werden. Es ist ein gesellschaftliches Problem – foodsharing soll sich in Zukunft selbst überflüssig machen. Es gibt in Ravensburg einen Ort, wo Lebensmittel angeboten werden, jeder kann dort hinkommen und sich Lebensmittel holen. Der Verein hat Mitarbeiter, der die Lebensmittel bei den Geschäften abholen und in die Verteiler-Regale bringt. Foodsharing macht auch auf dem Acker Nachlese. Öffentlich zugängliche Verteiler- Regale sind in Ravensburg im Studentenwohnheim und im Pfarramt Herrenstraße. Foodsharing sieht sich nicht als Konkurrenz zur Tafel. 
foodsharing-ravensburg-weingarten.de

Der Haslachhof im Deggenhausertal soll Gemeinschaftsort werden. Es ist soweit – die ersten Menschen beziehen den Hof. Permakultur – Gemeinschaftsprozesse – gemeinsame Ökonomie – Visionssuchen – Seminarbetrieb – ein Knotenpunkt des deutschland- und weltweiten Gemeinschaftsnetzwerkes. Wir freuen uns über Menschen, die durch kleine und größere Geldgeschenke im großen Unterstützerkreis dabei sein wollen! »Man müsste Gemeinschaftsorte hinterlassen können!« 

Film, weitere Infos und Spendenmöglichkeiten auf: gemeinschaft-haslachhof.de

Die Hofgemeinschaft der Wegwarte eG setzt sich ein für Werte, die geprägt sind von gegenseitigem Vertrauen, Respekt vor dem Menschen und der Natur, therapeutischem und künstlerischem Engagement und der Förderung friedensstiftender Begegnungen. Auf dem Hof werden die Grün- und Ackerflächen auf ökologische Landwirtschaft umgestellt. Gleichzeitig bietet er Raum für Wohnen und Arbeiten in therapeutischen und künstlerischen Bereichen, als auch im Hinblick auf ökologisches Bauen. Die Vielfalt des Hofes steht dabei im Vordergrund. Der Hof und der Garten stehen in Zukunft offen für Feriengäste und Bürger der Gemeinde, für Seminare und zur Entspannung. Dieses Jahr werden wir den Hof grundlegend umgestalten und für das Wohnen und Arbeiten umbauen.

wegwarte-salem.de

Gegenseitige Unterstützung in den Projekten – Träumen!  Obere Breite Straße Ravensburg – zentral gelegen – 1500€ Miete für 180m² – 3-4 Räume – Seminarraum und Küche vorhanden – keine große Lautstärken – Terrasse und Gartenanschluss – Gemeinschaftliche Verwaltung gewünscht – GmbH? Es werden noch Leute gesucht! Vorträge – Kunst – Atelier – Jonglage und Musik – Ideenwerkstatt – andere Betriebe befruchtend annehmen – Öffentlichkeit – Schwarzes Brett

Infos und Kontakt: coworking-rv.de

  • Unabhängiger Ort: Bauwagen, Holzhäuschen, selbstgebaute Holz/Lehmhütte? Unkompliziert und leicht zu pflegen. 
  • Werte: Herzöffnung durch Schenken, Recycling und Ressourcenschonend, Für die Erde…
  • Verantwortung: Experimentierfeld Gemeinschaftsraum, Lernfeld… wer macht sauber? 
  • Geschenke: Geschenke-Café – z.B. einmal wöchentlich, Bücher, Kleidung, Haushaltswaren…
  • Nächste Schritte: eine Teilnehmerin bot ihren Kuhstall an, doch sollen auch andere Möglichkeiten geprüft werden.

Was kann die Transition-Town-Bewegung für die Region bewirken?

Das Forum zukunftsfähige Stadt Nürtingen berichtete über ihre Erfahrungen. Das Forum ist ein loses Netzwerk in der Stadt und macht vor allem Bewußtseinbildungsarbeit. Es braucht Verbindung, Kontakte, Erfahrungen mit Behörden, Politische Kontakte, Moderation, Koordination. Am Beispiel SOLAWI wurde geguckt, was die SOLAWI für die landwirtschaftpolitik der Region bringen kann, doch die Initiativen sind erst im Aufbau. Es gibt immerhin eine bundesweite Vernetzung. Die Ideen gehen auf Tom Brown und Jon Young zurück.

In unserer Region gibt es bereits Wildnisausbildungen: 

Es wird an den Aufbau einer Gruppe zum Naturerleben gedacht. Werner möchte sein Holzblockhaus verkaufen an Menschen, die es wertschätzen. Jakob möchte ein Scout-Treffen ins Leben rufen und macht eine Annonce in der »Seewoche«.

Die Konsumenten/Endverbraucher bilden zusammen mit dem Landwirt/Gärtner eine Solidargemeinschaft z.B. einen Verein. Der Landwirt/Gärtner kümmert sich um den Anbau und die Ernte des Gemüses, die Konsumten/Vereinsmitglieder erhalten von ihrem Bauern die Lebensmittel. Das Risiko, ebenso wie die Chancen einer guten Ernte bei der landwirtschaftlichen Erzeugung wird auf viele Schultern verteilt. Der Endverbraucher hat die Möglichkeit mitzuwirken und erhält statt anonymer Supermarkt-Ware gesunde Lebensmittel direkt aus der Nachbarschaft. Die Verbraucher geben eine Abnahmegarantie, so dass die produzierten Lebensmittel nicht in den Abfall wandern, und können Einfluss nehmen auf die Erzeugung und Auswahl der angebauten Früchte. Daraus entsteht eine Partnerschaft des Lebensmittelherstellers mit dem Verbraucher. Lokale Produktion – lokale Ernäherung.

In unserer Region gibt es: Die Wegarte, SOLAWI Bodensee, SOLAWI Ravensburg u.a.

Weitere Infos über SOLAWI: solidarische-landwirtschaft.org

Der 3tägige Prozess der Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck kann zu einer Erfahrung von Gemeinschaft und Verbundenheit werden, die mit in den Alltag genommen werden kann, unabhängig von der aktuell bestehenden Lebensform. Scott Peck spricht von 4 organisch, sich wiederholenden Phasen die sich in jeder Form von Gruppen, -und Gemeinschaftsbildung wiederholen. Die Aufeinanderfolge der Phasen ist nicht linear:

  • Pseudogemeinschaft (alle sind einer Meinung)
  • Chaos (Unterschiedlichkeiten werden sichtbar)
  • LeerWerden (sich anvertrauen, Herzöffnung)
  • Authentische Gemeinschaft (gemeinsamzurückgelegter Weg, der Unterschiedlichkeiten zulassen kann)

Infos: Gabriele Kaupp

Die Schule ist in Gründung. Freie Schule auf Basis der Waldorf-Pädagogik, bewusst frei, nicht im Bund der Waldorfschulen

  • zur Zeit viel konzeptionelle Arbeit
  • klares ziel, klein zu bleiben (ca. 50 SchülerInnen)
  • praktische Arbeit der Schüler, auch Einbinden in das geschehen am Lehenhof.
  • Auf der Suche nach passenden lehrerInnen (aktuell dringend Englisch!)
  • Wunsch nach Vernetzung und Verbindung
  • aus der Erfahrung mit Kindern, die in anderen Schulen krank geworden sind, entstanden.

Im Bodenseeraum gibt es bereits etliche Initiativen, die Vernetzung betreiben. Seit kurzem gibt es auch ein Metanetzwerk, das sich vierteljählich in Zürich trifft. Das sind Initiativen aus der Transition-Town-Bewegungen, die in Arbeitsgruppen an einem Logo, Festival, einer Toolbox arbeiten. Ein positives Beispiel einer gelungenen Vernetzung sind die Tauschsysteme um den Bodensee. Vernetzung als Hilfe, an Orten neue Impulse zu setzen. Politik reagiert und nimmt Systeme auf, z.B. regionale Anregung der Kreisläufe. Es braucht eine Plattform im Netz, wo die Bewegung für den Wandel dargestellt wird, für Suchende und für Zusammenarbeit.

In unserer westlichen Welt ist es leider verloren gegangen, Lebensübergänge bewusst zu begehen und zu feiern. Die Visionssuche als Initiationsritual ist sehr kraftvoll, um den eigenen Weg zu finden und zu bestärken, den Übergang von der Jugend zum Erwachsenen-Sein und auch andere Lebensübergänge zu begehen.

Infos und Kontakt
Knut Nitschmann
gemeinschaft-haslachhof.de

Neben diesen organisierten tischgesprächen kam es zu den vielfältigsten persönlichen Begegnungen. »Wir im Wandel« war ein inspirierendes Treffen. So etwas sollte es öfters und überall geben. Aber dazu braucht es Aktive, die eine weiteres Treffen organisieren wollen. Interessierte melden sich bei »wirundjetzt« www.wirundjetzt.orgsimon.neitzel@wirundjetzt.org

für das »wirundjetzt« – Team
Dieter Koschek

»Wir im Wandel 2013«

Wilhelmsdorf / Bodensee / Oberschwaben

Am 16. Februar 2013 fand unsere erste »Wir im Wandel« -Veranstaltung im Wilhelmsdorfer Bürgersaal statt.Die Motivation und die gute Stimmung des Tages trägt uns bis heute. Daraus entstanden sind auch einige Arbeitsgruppen und konkrete Projekte wie das Gemeinschaftsgarten-Projekt, das Bienen-Projekt und das »wirundjetzt«-Bildungsnetz.

Am 7. September 2013 fand die zweite »Wir im Wandel«-Veranstaltung statt. Dieses Mal gabt es auch Kinderprogramm und einen offenen Abend zum Feiern und Musizieren. Hier gibt es einen Flyer zum Download. Wir freuen uns über viele BesucherInnen – bringt einfach was fürs gemeinsame Mittags- und Abendbuffet mit!