Biologisches Saatgut

Ist die Grundlage für den biologischen Anbau im eigenen Garten

Pflanzenvielfalt zu entwickeln bedeutet  sich vielen von der Züchtung vernachlässigten Sorten und Arten zuzuwenden, sie zu erhalten und zu verbessern ist eine hohe Kunst!

Vielfalt kann nur durch viele Menschen in vielen Gegenden entstehen - machen Sie mit!

Die konventionelle Züchtung wird weltweit von multinationalen Konzernen gesteuert. Sie findet unter den fragwürdigen Bedingungen und Zielsetzungen des konventionellen Landbaus mit dem Einsatz von Mineraldüngern, Pestiziden und »modernen« Biotechnologien statt.

Die Vermehrung wird wegen niedriger Löhne und des günstigeren Klimas meist in Südeuropa, Afrika oder Amerika durchgeführt.

Hybriden können nicht oder nicht sortenecht weiter vermehrt werden; gentechnische Manipulation und Patentierung sollen zusätzlich der großen Mehrheit der Menschen die Verfügung über Saatgut aus den Händen nehmen. Die genannten Verfahren sind für eine lebendige, reichhaltige Ernährung unnötig und schädlich - sie dienen der Konzentration von Macht.

Bio-Züchtung und Selbstversorgung können ein starker Gegenpol dazu sein - unterstützen sie die regionalen Initiativen!

Nach europäischem Patentrecht sind Patente auf Pflanzensorten oder klassische Züchtungen unzulässig. Die Zahl der angemeldeten und zugelassenen Patente für konventionelle Züchtungen (also keine Gentechnik im juristischen Sinne) nahm in den letzten Jahren jedoch zu.

Die florierende Patent-Praxis wird vonseiten der Ökozüchtung sehr kritisch gesehen, nämlich als Aneignung von Kulturgut durch multinational agierende Unternehmen – und meist zum Nachteil der Verbraucher.

»Die Patente sind ein gefährlicher Irrweg, der die bestehenden Monopolisierungen noch verstärkt«, so Kultursaat-Geschäftsführer Michael Fleck.

Das Kultursaat-Team freut sich, dass mit Kultursaat-Tomatenzüchterin Iris Attrot und dem Patentexperten Christoph Then die Sorgen im 7 minütigen TV-Beitrag eine Stimme bekommen.